natural consulting - creating human solutions

Herzlich willkommen!

Ich freue mich sehr über Ihr Interesse zu meinen Beweggründen, die die Basis für meine Motivation und diesen Internetauftritt darstellen. Wie der Titel bereits vermuten lässt, werde ich dazu etwas ausholen müssen. Dennoch hoffe ich, dass Sie meine Ausführungen kurzweilig und interessant finden und das sie Ihnen helfen nachzuvollziehen, wie meine Philosophie und meine Beratungs-Produkte entstanden sind und wie sie aus meiner eigenen Erfahrung und tiefsten Überzeugung wirken. Das Ergebnis, das sich in meinem Lösungsansatz spiegelt, resultiert aus dem Studium aktuell wissenschaftlicher Erkenntnisse, eigener Erfahrungen als Berater, regem Austausch mit Kollegen und Freunden und vor allem persönlichen Ergebnissen eigener Entwicklungsschritte der letzten 3 – 5 Jahre. Allein die Zusammenfassung und Entwicklung der Produkte hat mich das letzte Jahr beschäftigt, wovon ich 6 intensive Monate Vollzeit dafür aufgewendet habe. Und dennoch weiß ich, dass diese Entwicklung unaufhaltsam weitergehen wird und ich sehr aufmerksam verfolgen werde, was sich daraus für meine Arbeit mit Ihnen – meinen Kunden – ergeben wird. Es ist mir wichtig zu betonen, dass es für mich selbstverständlich ist, dass ich alle Methoden und Sichtweisen, die ihnen zugrunde liegen und die ich im weiteren Verlauf erläutern werde, selbst anwende.
Soweit meine kurze Einleitung – lassen Sie mich beginnen.

Wo stehen viele IT-Organisationen heute?

Zunächst möchte ich klarstellen, dass diese Darstellung keine Bewertung oder gar Verurteilung der dargestellten Bewusstseins- oder Entwicklungsebenen, sein soll, die ich im weiteren Verlauf skizziere. Es geht lediglich um das grundsätzliche Verständnis und beispielhafte Erklärungen für das, was wir durch spezielle „Brillen“ (einer Sichtweise auf einer Entwicklungsebene) als Realität betrachten. Ausnahmslos jeder von uns hat irgendeine „Brille“ auf, die wie ein Filter nur das „sehen“ kann, was die entsprechende Ebene zulässt. Das erklärt, warum für signifikante Veränderungen die „Brille“ gewechselt werden muss, bevor Veränderung im Innen oder Außen stattfinden kann. In der weiteren Betrachtung gebe ich diesen „Brillen“ Farben, die aus dem Werk „Spiral Dynamics“ von Don Beck & Christopher Cowans entliehen sind. Die Begriffe der Werteebenen habe ich frei übersetzt, um ein gemeinsames Bild zu ermöglichen.

  • Werteebene der Leistungsgesellschaft => Orange (Betonung auf strategisches Erfolgsstreben)
  • Werteebene der ökologischen Erneuerung => Grün (Betonung auf Menschliche Beziehungen)
  • Werteebene der integralen Sichtweise => Gelb (Betonung auf systemische Zusammenhänge)

 

Schneller, Höher, Weiter – Erfolgsstreben in der Leistungsgesellschaft (Orange)

Die IT-Industrie als sehr junge Industrie hat sich  sehr schnell in einer Zeit entwickelt, in der das Bild (oder Bewusstseins- / Entwicklungsebene) der Leistungsgesellschaft in voller Blüte stand und von den allermeisten Führungskräften und Mitarbeitern als Leitbild akzeptiert und anerkannt wurde – und bis heute zum großen Teil auch noch anerkannt wird. Mit den Prinzipien und Sichtweisen durch diese orange Brille und der damit einhergehenden gemeinsamen Werte war ein rasantes und erstaunliches Wachstum möglich. Wir alle, die bereits dabei waren erinnern uns gern an diese Zeit, in der Wachstum schier unendlich schien und auch das Ansehen der IT-Abteilungen und Unternehmen extrem positiv war. Was „Götter in weiß“ in Krankenhäusern waren, repräsentierten Programmierer in der internen und externen IT. Jede Zeit hat ihr Werte und Sichtweisen, die positive Entwicklungen gefördert haben und auf der anderen Seite einen Preis, der zu bezahlen ist. Menschen, die diese Sichtweisen teilen (sich mit ihnen identifizieren), verknüpfen ihren Selbstwert mit den zugrunde liegenden Werten und nehmen sie zum Maßstab für die eigene Anerkennung und von Anderen. Ebenso dient es für die Definition von Erfolg, also dafür, was unter Erfolg zu verstehen ist. Dasselbe Prinzip gilt für jede andere Entwicklungsebene auch! Für die Leistungsgesellschaft (oder die orange Brille) fasse ich hier die wichtigen Sichtweisen stichpunktartig zusammen (z. T. zitiert aus „Spiral Dynamics“ von Don Beck / Christopher Cowan und „Ganzheitlich Handeln“ von Ken Wilber):

Sichtweise:

  • Die Welt ist eine rationale und gut geölte Maschine mit Naturgesetzen, die man erkennen, meistern und für eigene Zwecke manipulieren kann. Dabei gibt es Gewinner und Verlierer, Sieger nehmen sich, was sie brauchen – das haben sie sich „verdient„. Dabei hat jeder für sich selbst die Möglichkeit zu wählen, ob er zu den Gewinnern oder Verlierern zählt (wer genug Leistung bringt wird zu den Gewinnern zählen). Erfolgreich ist demnach ein Unternehmen, das „gute Zahlen“ vorweisen kann, sich am Markt „durchsetzt“ und entsprechende „Leistungsträger“ für sich rekrutieren kann. Die Betonung liegt auf Individuen (letztlich ist jeder für sich selbst verantwortlich).
  • Strebe nach Autonomie und Unabhängigkeit
  • Suche das gute Leben und den materiellen Überfluss – lass es dir gut gehen
  • verbessere mittels Wissenschaft und Technik das Leben vieler
  • Lerne durch Versuch und Irrtum

Stärken & Errungenschaften:

  • ausgeprägte Fähigkeit, Ziele umzusetzen
  • individuelle Entwicklung und persönliches Wachstum
  • rationale, auf Fakten basierende Analyse
  • Förderung von Kunst, Kultur und Wissenschaft, anstatt Obrigkeitsdenken und Glaube
  • Aufbau sozialer Systeme und der Gewerkschaften

Schwächen & Grenzen:

  • Leistung ist höchster Wert und übergreifendes Ziel. Es ist damit Messverfahren für Menschen in der Wirtschaft (z. B.: Zielvereinbarungen)
  • Jeder Mitarbeiter wird damit auf seine Leistung reduziert – Sichtbarkeit großer Leistung ist Status und Wohlstand
  • Wenn es Probleme gibt, können diese nur mit mehr Leistung, Effizienz und Effektivität überwunden werden
  • Mehr Leistung heißt: schneller, effizienter, rund um die Uhr, … Sie kennen die Maßnahmen
  • Andere Sichtweisen werden als Bedrohung empfunden und bekämpft, um die eigenen Werte für ausschließlich richtig erklären zu können

Das orange Paradigma der Leistungsgesellschaft hat uns sehr viel Gutes gebracht und vor allem wirtschaftlichen Erfolg und Wohlstand beschert. Nun haben sich die Zeiten weiter entwickelt und Rahmenbedingungen haben sich verändert. Die Globalisierung, besonders in der Wirtschaft, hat neue Herausforderungen mit sich gebracht: während explosionsartig ansteigende Komplexität, Dynamik und Schnelligkeit den Alltag bestimmen, steigen die Anforderungen an Kosteneffizienz und Qualität in gleichem Maße an. Diese bedrohliche „Schere“ stellt viele, vor allem internationale IT-Konzerne vor große Probleme. Aber auch interne IT-Organisationen und kleine & mittlere IT-Unternehmen stehen diesen Herausforderungen vor dem Hintergrund immer knapper werdenden IT-Personals zunehmend hilflos gegenüber. Noch sind die meisten davon überzeugt, dass sie diese Herausforderungen meistern werden. Managementbücher mit Auswegen überschwemmen den Markt und obwohl neue Ansätze kognitiv verstanden werden, ändert sich nichts – warum das? Es wird übersehen, dass nachhaltige äußere Veränderungen ausschließlich durch innere Transformation (Verinnerlichen einer neuen Haltung) bewirkt werden kann. Das ist der Grund dafür, dass kurzfristige Erfolge schnell wieder verpuffen und die Organisation „in den alten Zustand“ zurückfällt. Bereits jetzt ist der Preis, der dafür zu zahlen ist erkennbar: Burnout, Stress, Resignation. Wie lange ist das Tempo, die fehlschlagenden Versuche der Veränderung und der unmenschliche Einsatz an Zeit und Energie noch durchzuhalten? Es gleicht einem Marathon in Sprintgeschwindigkeit.

Was sind die Aussichten – ökologische Erneuerung (Grün)

Mit Erscheinen der Hippie-Zeit in den 60-ern zeigt sich erstmalig die nächste Ebene der Entwicklungsspirale (die grüne Entwicklungsebene). Spätestens jetzt werden einige erfahrene Führungskräfte ihr Unverständnis oder sogar Wut nicht mehr zurückhalten können. So was kann man doch nicht ernst nehmen! Höhere Entwicklungsebene? Damit kann man doch in der knallharten Wirtschaft keinen (neuen) Start machen!! Sie haben Recht! Mit dem „Bild„, das Sie jetzt gerade im Kopf haben und das sich in den letzten zwanzig Jahren in der Öffentlichkeit entwickelt hat, scheint das undenkbar. Aber geben Sie mir die Möglichkeit zu erläutern, wie wir dennoch die notwendigen neuen Errungenschaften dieser Ebene erobern und nutzen können, ohne die gravierenden Schwächen und pathologischen Ausprägungen übernehmen zu müssen. An dieser Stelle nur kurz der Hinweis: Sehr viele Menschen mit dem Schwerpunkt ihrer Sichtweise auf dieser grünen Ebene sind noch am Kämpfen damit, die positiven Errungenschaften der vorigen Ebene (der Leistungsgesellschaft) anzuerkennen, neu zu definieren und zu integrieren (siehe Stärken weiter oben). Stattdessen lehnen sehr viele Vertreter dieser Ebene die Leistungsgesellschaft komplett ab und machen sie für alle Probleme dieser Welt verantwortlich – sie verteufeln sie gerade zu. Ich denke, es bedarf keiner Beispiele für den Beweis, dass wir das zur Zeit erleben. Näheres zu diesem Phänomen finden Sie unter dem Stichwort „Boomeritis“ im Internet. Ich kann die Literatur nur empfehlen. Und dennoch habe ich großen Respekt vor diesen Menschen, denn Sie entwickeln und leben wichtige neue Werte und versuchen genau wie alle anderen auch ihre Sichtweisen zu verteidigen, während sie gleichzeitig nicht in der Lage zu sein scheinen, ältere Werte neu zu formulieren und zu integrieren (was unter gesundem Wachstum zu verstehen ist).

Aber warum nenne ich diese Ebene dennoch an dieser Stelle? Nach allem was wir wissen, und wissenschaftlich aktuell anerkannt ist, entwickeln sich Menschen und Kulturen in sogenannten „Wellen“ oder „spiralförmig“ in eine Richtung: zu immer größerem Kontext (oder Sinnhaftigkeit). Das heißt, sie schließen einen immer umfassenderen Kontext in ihre Sichtweise ein (Ich, meine Firma, unser Land, die globale Wirtschaft, Alles Leben). Keine dieser Wellen (oder Stufen / Ebenen) ist „besser“ als die andere. Keine dieser Wellen kann übersprungen werden! D. h. Sie müssen sie durchschreiten und integrieren! Sie kommen im wahrsten Sinne des Wortes nicht darum herum, sich mit ihnen zu beschäftigen. Neue Ebenen evolvieren (bilden sich) immer dann, wenn die aktuelle Ebene nicht mehr über die Möglichkeiten verfügt, die für jede Ebene neu entstehenden Probleme, die sich mit der Zeit herauskristallisieren, erfolgreich zu lösen. Es müssen also wichtige neue Werte und Sichtweisen in jeder Ebene (auch in der grünen) zu finden sein, die Lösungen für die vorherige Ebene bereitstellen. Schauen wir uns an, was die „grüne Ebene“ charakterisiert. Die folgende Liste skizziert typische Merkmale dieser Ebene (z. T. zitiert aus „Spiral Dynamics“ von Don Beck / Christopher Cowan und „Ganzheitlich Handeln“ von Ken Wilber):

Sichtweise:

  • Die Welt ist ein lebender, vernetzter Organismus, der vor den ausbeuterischen Kapitalisten geschützt werden muss. Ressourcen sind endlich und wir müssen Verantwortung für folgende Generationen und das generelle Überleben der Welt übernehmen. Sie fordert Respekt vor allen Kreaturen und der Umwelt, indem wir nicht zum eigenen Vorteil in „das System“ eingreifen oder es skrupellos ausbeuten. Nachhaltige Wirtschaft, umweltbewusstes Verhalten und erneuerbare Energien kennzeichnen die Haltung. Erfolgreich ist demnach, wer Rücksicht und Gemeinwohl vor den eigenen Profit stellt und zum Wohle der Menschen agiert. Die Betonung liegt auf der Gemeinschaft, nicht so sehr auf Individuen.
  • Erforsche dein inneres Wesen und das anderer
  • fördere Gemeinschafts- und Zusammengehörigkeitsgefühl
  • teile die Ressourcen der Gesellschaft mit allen
  • Befreie die Menschen von Gier und Dogmen
  • treffe Entscheidungen durch Konsens
  • erneuere die Spiritualität und schaffe Harmonie

Stärken & Errungenschaften:

  • Erzeugung von Gemeinschaftsgefühl und höherem Sinn
  • Fähigkeit Beziehungen aller Art zu knüpfen und gegenseitig nützlichen Netzwerken
  • Infragestellung von Hierarchien, Diskussion mit allen, Entscheidungen durch Konsens
  • humanistische Psychologie

Schwächen & Grenzen:

  • arrogantes“ Verhalten gegenüber vorherigen Ebenen (wir sind besser, obwohl doch alle gleich sind)
  • endlose Diskussionen ohne Ergebnis – teilweise Entscheidungsunfähigkeit
  • Andere Sichtweisen werden als Bedrohung empfunden und bekämpft, um die eigenen Werte für ausschließlich richtig erklären zu können
  • Aberkennung guter Absichten voriger Ebenen – stattdessen Vorwürfe und Schuldzuweisungen
  • Kampf gegen alles, was „eigennützig oder selbstbezogen“ ist

Das Dilemma – mein Ansatz für eine Lösung?

Die Paradigmen von „Orange“ und „Grün“ stehen sich erbittert gegenüber und können überwiegend nichts Gutes aneinander erkennen. Gesundes, natürliches Wachstum wird dadurch behindert. Auch wenn diese Darstellung sicherlich recht grob ist und vor allem die extremen Ausprägungen betont, das Grundproblem ist erkennbar: Paradigmen (oder Sichtweisen) sogenannter „erster Ordnung“ (und beide genannten Sichtweisen gehören dieser Ordnung an!) sind nicht in der Lage, den Wert jeder Sichtweise (also auch aller anderen) zu erkennen und damit die Errungenschaften zu retten und so umzudeuten, dass sie noch kraftvoller auf der nächst höheren Ebene wirken können. Nicht, dass sie es ablehnten – Sie können es schlichtweg nicht! Beide sind deshalb „zurecht“ überzeugt, dass ihre Sichtweise die einzig richtige ist! Was das bedeutet können wir täglich in Medien verfolgen – gerade sehr deutlich im Wahlkampf und den Aussagen der beiden Lager, dass Koalitionen ausgeschlossen sind.

Aber mir geht es nicht um Politik, sondern, und das ist jetzt der wichtige Gedankenschritt, darum, dass jeder von uns eine Sichtweise (ich benutze gern den Begriff „Haltung„) hat, die seine Denk-, Kommunikations- und Handlungsmöglichkeiten auf das beschränkt, was die jeweilige Sichtweise als Werteordnung (die Brille) „durchlässt„. Das gilt für alle Menschen auf jeder Ebene! Die meisten Führungskräfte in der Wirtschaft (und damit auch der IT-Industrie) folgen noch dem orangen Paradigma. Welche Brille haben Sie auf? Viele Manager sehen aus ihrer Sicht keinen Weg, der ihren nächsten Schritt bestimmen könnte, selbst wenn erste Zweifel ihrer derzeitigen Überzeugungen sichtbar werden. Die Vorstellung, dass sie mit orangener Sichtweise für ihr Unternehmen das derzeitige Bild „grüner Überzeugungen“ übernehmen, ist einfach undenkbar – und das aus meiner Sicht derzeit zur Recht!! Aber was jetzt? Für gesundes Wachstum müssen wichtige Werte in positivem Sinne bewahrt und in die nächste „Entwicklungsstufe“ überführt werden, wobei sie entsprechend der dort geltenden Werte neu definiert werden müssen.

Nicht ODER sondern SOWOHL ALS AUCH – die integrale Ebene (Gelb)

Es geht also darum aus beiden Ebenen wichtige Errungenschaften und Sichtweisen zu übernehmen und unter einem größeren Kontext (z. B.: globale und nachhaltige Wirtschaft) neu zu definieren. Da stellt sich z. B. die Frage, welche Mission Ihre Organisation unter diesen Prämissen haben kann oder soll. Mein Entwicklungskonzept ist kein Weg, den ich mir (theoretisch) ausgedacht habe, sondern den ich gegangen bin. All die Fragen, die Sie auf meiner Website finden habe ich mir selbst gestellt und beantwortet. Und nun, da ich weiß wohin dieser Weg führt, möchte ich Interessierte und Führungskräfte von IT-Organisationen, die bereit sind neue Wege zu gehen einladen, sich mit dieser Möglichkeit auseinanderzusetzen und ebenfalls einzuschlagen. Er führt Sie aus dem Dilemma heraus, indem er die weiterhin erfolgreichen Fähigkeiten bewahrt und gleichzeitig Werte, wie Vertrauen, Erfolg und Zusammenarbeit auf einer höheren Ebene neu definiert, um die neuen Herausforderungen bewältigen zu können (z. B. in der reifen Haltung eines Lernenden). Ich habe das Konzept für die typischen Sicht- und Denkweisen in der IT-Industrie aufbereitet, um die einzelnen Schritte verständlich und annehmbar zu gestalten. Ich bin als Begleiter geduldig und respektvoll, da mir aus eigener Erfahrung bewusst ist, wie unsicher Menschen in derartigen Wachstumsprozessen verständlicherweise sind. Wie genau sieht meine vorgeschlagene Vorgehensweise aus? Wie arbeite ich mit meinen Kunden?

Aus meiner Überzeugung ist es im ersten Schritt für die Führungskräfte erforderlich zu erkennen, dass es notwendig ist, den Wechsel der Sichtweisen vorzunehmen (falls noch nicht geschehen). Ich greife dafür zu einem Trick, der die Unüberbrückbarkeit der beiden notwendigen, aber wie beschrieben unversöhnlichen Ebenen überwindet: Ich führe Sie zur Sichtweise der übernächsten Ebene! Diese sogenannte integrale Ebene ist die erste Ebene „zweiter Ordnung„. Sie ist die erste Ebene, die in der Lage ist, das gesamte Spektrum aller Ebenen zuvor zu sehen, ihren wichtigen Beitrag in ihrer jeweiligen Zeit anzuerkennen und alles zusammen in einen größeren Zusammenhang zu stellen. Dieser Sprung zu einer neuen, zunächst „kognitiven Überzeugung“ dient als Vision oder Ziel (Landkarte) für die dann erforderlichen Schritte im tatsächlichen Gelände, mit denen Sie neue Handlungsweisen ausprobieren, neue erfolgreiche Resultate erzielen und dann selbst erkennen, wie der Weg weiter zu gehen ist. Da keine Ebene wirklich übersprungen werden kann, ist es an dieser Stelle wichtig zu betonen, dass dieser Schritt zunächst rein kognitiv (vom Verstand her) gegangen wird. Für die eigene Entwicklung bleibt Ihnen der Weg selbst nicht erspart! Führungskräfte müssen hier vorangehen, eigene Erfahrungen sammeln, sonst können sie keinen Wandel glaubhaft voranbringen.

Die folgende Liste skizziert typische Merkmale dieser integralen Ebene (z. T. zitiert aus „Spiral Dynamics“ von Don Beck / Christopher Cowan und „Ganzheitlich Handeln“ von Ken Wilber):

Sichtweise:

  • Das Leben ist ein Kaleidoskop natürlicher Hierarchien (Holarchien), Systemen und Formen. Höchste Priorität haben Flexibilität, Spontaneität und Funktionalität. Unterschiede und Pluralitäten können in voneinander  abhängige, natürliche Fließvorgänge integriert werden. Egalität (alle sind gleich) wird durch natürliche Abstufungen von Rangordnung und Leistung ergänzt. Wissen und Kompetenz sollten Vorrang haben vor Macht, Status und Gruppenempfindlichkeiten (hieraus leitet sich meine Unternehmensbezeichnung ab: natural consulting)
  • Akzeptiere die Unausweichlichkeit von Strömungen und Formen der Natur (oder übergeordneter Gesetzmäßigkeiten)
  • Konzentriere dich auf Funktionalität, Kompetenz, Flexibilität und Spontaneität
  • finde die natürliche Mischung konfligierender (konkurrierender) „Wahrheiten“ und „Unsicherheiten
  • entdecke persönliche Freiheit, ohne andere zu schädigen oder das Eigeninteresse zu übertreiben
  • erfahre die Fülle des Lebens auf einer Erde, die von unglaublicher Vielfalt geprägt ist, in unterschiedlichen Dimensionen
  • verlange nach integrativen, offenen Systemen
  • die Frage lautet nicht, ob für alle Menschen genug da ist, sondern wie wir es schaffen, dass für alle Menschen genug da ist

Stärken & Errungenschaften:

  • Erkennung und Anerkennung aller Stufen und ihrer nach wie vor wichtigen Werte und Beiträge für ein gesundes Miteinander
  • eco-zentrisch anstatt ego-zentrisch
  • win – win – win (das große Ganze als dritten Parameter)

Schwächen & Grenzen:

  • Fokus auf Individuen – Entwicklung einzelner Persönlichkeiten
  • Zusammenarbeit auf globaler Ebene damit noch schwierig

Ich verzichte an dieser Stelle auf weitere Ebenen, die sich bereits abzeichnen und gestalten, aber ich hoffe, es ist mir gelungen, diesen unglaublich komplexen Zusammenhang, sowie die Ableitungen und Schlussfolgerungen in dieser konzentrierten Fassung darzustellen. Auf der Seite Über Sie  können Sie herausfinden, ob Sie aus meiner Sicht sofort den ersten Schritt gehen könnten oder ob Sie zunächst Ihre aktuelle Brille kritischer betrachten sollten. Ich lade Sie ein, mir Feedback zu geben, wenn Sie Ergänzungen oder kritische Fragen dazu haben. Auf jeden Fall vermeiden möchte ich, Sie davon zu überzeugen, dass diese, von mir beschriebene Sichtweise, die einzig mögliche oder gar wahre ist. So eine Sichtweise ist, wie Ken Wilber so schön formuliert, wie eine Landkarte. Sie liefert eine mehr oder weniger genaue Beschreibung in Bezug auf die tatsächliche Landschaft. Sie will Orientierung geben über das tatsächliche Gelände, das es so gut wie möglich zu beschreiben versucht. Sie kann allerdings nicht das Gehen im Gelände selbst ersetzen. Deshalb ist Ken Wilbers Hinweis unbedingt zu beachten: Verwechseln Sie niemals die Karte mit dem Gelände selbst – das wird bestimmt schiefgehen! Allerdings ist die oben in Ansätzen beschriebene Landkarte eine der vollständigsten, die wir derzeit haben. Ich habe diese Karte und das Gelände über Jahre studiert und erkundet – ich biete Ihnen an, Ihr Guide zu sein.

Wir sehen die Dinge nicht so, wie sie sind, sondern so wie wir sind.
(Talmude)

All diese Themen werden in den letzten Jahrzehnten immer wieder in verschiedenen Facetten diskutiert. Lediglich was fehlt, sind konkrete Ansätze für erste Schritte einer Umsetzung auf Alltags-Level. Genau an diesem Punkt möchte ich mit meinem Entwicklungskonzept ansetzen. Es etabliert eine integrale Sichtweise (Schritt 1), ermöglicht veränderte, bessere Erfahrungen neuer Handlungsweisen (Schritt 2) und festigt positive Erfahrungen durch einen nachhaltigen Entwicklungsschritt zu einer neuen, gesunden und erfolgreichen Haltung oder Sichtweise (Schritt 3), aus der heraus dann „automatisch“ gehandelt werden kann. Damit wird der Rückfall zu alten Gewohnheiten erfolgreich verhindert.

 

natural consulting – creating human solutions

Abschließend möchte ich Ihnen noch einige Quellen & Inspirationen meines Lösungsansatzes auflisten, damit Sie wissen, auf welcher Grundlage er entstanden ist und sich weiter entwickeln wird:

  • Das integrale Modell in Theorie und Praxis von Ken Wilber (verschiedene Werke)
  • Meta Management von Fred Kofman
  • Theorie U von Otto Scharmer
  • Spiral Dynamics von Don Beck und Christopher Cowan
  • Prozessberatung von Edgar H. Schein
  • Die sieben Wege zur Effektivität von Steven Corvey
  • Schnelles Denken – langsames Denken von Daniel Kahneman
  • Das Ende der Kontrolle von Kevin Kelly
  • Wie ich Dinge geregelt kriege von David Allen
  • Der Mensch vor der Frage nach dem Sinn von Viktor E. Frankl
  • Neustart – das Ende der Wirtschaft, wie wir es kennen. Ab jetzt zählt der Mensch von Patrick D. Cowden
  • Kompass für die Seele von Jack Canfield und Janet Switzer
  • Coaching-Ausbildungen bei Angelika Gulder und Dr. Klaus-Peter Horn (www.humantrust.com)
  • Begleitung von persönlichen Wachstumsprozessen von Veit Lindau ()
  • Holacracy – ein neues Betriebssystem für Organisationen des zweiten Ranges von Brian Robertson (www.holacracy.org)
  • Soziokratie – die „Mutter“ von Holacracy – ein Organisationssystem als „leere Methode“ auf Basis von 4 Grundprinzipien (www.soziokratiezentrum.de)
  • Wichtige Lektionen über natürliche Gesetzmäßigkeiten aus der Praxis meines spirituellen Lehrers „Meister Shangshi“ (www.lebendiges-dao.com)
  • uvm.
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